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Google Ads Zugriff geben: So machst du es sicher (und richtig!)

von Simon Tober

Google Ads Zugriff geben: So machst du es sicher (und richtig!)

„Kannst du mir mal eben Zugriff auf dein Google Ads Konto geben?“ – Dieser Satz markiert oft den Start einer Zusammenarbeit mit einer Agentur oder einem Freelancer. Doch wer hier einfach wahllos Einladungen per E-Mail verschickt, riskiert nicht nur Sicherheitslücken, sondern auch technisches Chaos.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du den Zugriff professionell verwaltest und dein Konto vor unbefugten Übernahmen schützt.

1. Die erste Verteidigungslinie: Domain-Restriktion

Bevor du jemanden einlädst, solltest du die Sicherheitseinstellungen schärfen.

  • - Der Trick: Gehe auf Verwaltung > Zugriff und Sicherheit > Sicherheit.

  • - Die Maßnahme: Trage dort nur die offiziellen E-Mail-Domains deines Unternehmens ein (z. B. @dein-shop.de).

Das verhindert, dass Mitarbeiter aus Versehen Einladungen an private GMX- oder Gmail-Adressen schicken. Wichtig: Das schützt dich zu etwa 50 % vor Fehlern – bei proaktiven Anfragen von außen (Agentur-Anfragen) greift dieser Schutzfilter leider nicht immer perfekt. Deshalb: Augen auf!

2. Agentur-Zugriff: Finger weg von der E-Mail-Einladung!

Viele machen den Fehler und laden Agentur-Mitarbeiter als normale „Nutzer“ ein. Das ist aus zwei Gründen problematisch:

  1. 1. Limitierung: Google begrenzt die Anzahl der Konten, die ein privater User verwalten kann.

  2. 2. Unübersichtlichkeit: Die Agentur kann ihre eigenen Teams nicht effizient verwalten.

Der richtige Weg: Die Agentur benötigt lediglich deine 10-stellige Kundennummer (ID). Diese finden sie oben rechts in deinem Konto. Die Agentur sendet dir dann über ihr Verwaltungskonto (MCC) eine Verknüpfungsanfrage.

3. Wo versteckt sich die Anfrage?

Wenn die Agentur sagt „Wir haben die Anfrage geschickt“, aber keine E-Mail bei dir ankommt, liegt das oft am Spam-Filter. Kein Problem! Du findest die Anfrage direkt im Ads-Konto:

  1. 1. Klicke auf Verwaltung > Zugriff und Sicherheit.

  2. 2. Klicke oben auf den Tab Administratoren (nicht bei „Nutzer“ suchen!).

  3. 3. Dort erscheint die ausstehende Anfrage, die du mit einem Klick bestätigen kannst.

Sicherheitstipp: Akzeptiere niemals Anfragen von Konten, die du nicht kennst. 2025 gab es vermehrt Versuche von Account-Übernahmen durch dubiose Verwaltungskonten. Im Zweifel: Ablehnen. Eine echte Agentur kann die Anfrage jederzeit neu senden.

4. Kontrolle behalten: Der Änderungsverlauf

Du hast einer Agentur Zugriff gegeben, bist aber unsicher, was sie eigentlich tut? Google Ads ist hier sehr transparent. Über den Änderungsverlauf kannst du jede einzelne Anpassung nachvollziehen. Eine seriöse Agentur wird bei einer reinen Analyse niemals ungefragt Änderungen vornehmen.

5. Das goldene Gesetz: Dein Konto bleibt DEIN Konto

Lass dich niemals darauf ein, dass eine Agentur die Werbung über ihr eigenes Konto schaltet und dir nur eine Pauschalrechnung stellt.

  1. - Du verlierst den Zugriff auf deine Daten.

  2. - Du verlierst die Kontrolle über die tatsächlichen Kosten.

  3. - Bei einem Wechsel der Agentur fängst du bei Null an.

Datenhoheit ist das A und O. Das Konto muss auf deinen Namen laufen, mit deinen Zahlungsdaten hinterlegt sein und du gewährst lediglich den Zugriff.

Was tun, wenn doch mal was passiert?

Sollte dein Konto gehackt oder unautorisierte Änderungen vorgenommen worden sein, ist der Google-Support deine erste Anlaufstelle. Falls der digitale Weg nicht hilft, wirkt ein klassischer, physischer Brief an die Google-Zentrale oft Wunder, um unberechtigte Kosten zurückzufordern.

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