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Ziel-ROAS bei Google Ads: Wann lohnt sich der Wechsel?

von Simon Tober2 Min. Lesezeit zum Video
Inhalt4 Abschnitte
  1. Wann lohnt sich der Wechsel auf Ziel-ROAS (tROAS)?
  2. Das Update vom 17. August 2026: Die ROAS-Falle bei vollem Budget
  3. Die Faustregel für Demand Gen & Discover-Platzierungen
  4. Fazit: Eigene Margen schützen und Google nicht blind vertrauen!

Der Wechsel auf Ziel-ROAS in Google Ads entscheidet oft über Skalierung oder drastischen Performance-Einbruch – besonders seit dem Google-Update vom 17. August 2026. Wer blind auf Googles automatische ROAS-Empfehlungen hört oder bei limitiertem Budget zu niedrige Zielwerte hinterlegt, drückt seine Kampagnenrendite eigenhändig nach unten.

Wann lohnt sich der Wechsel auf Ziel-ROAS (tROAS)?

Viele Werbetreibende stehen vor der Frage: Soll man von manuellem CPC direkt auf einen festen Ziel-ROAS umstellen, sobald die 50 Conversions in 30 Tagen geknackt sind – oder erst den Zwischenschritt über „Conversion-Wert maximieren“ gehen?

Die Antwort hängt von einer simplen Heuristik ab:

  • Zufrieden mit Performance & Marge? Wenn die Kampagne bereits stabil läuft, die Datenbasis steht und die Marge stimmt, kannst du direkt auf Ziel-ROAS wechseln oder den Zwischenschritt wählen.

  • Unzufrieden mit aktuellen Ergebnissen? Wenn ROAS oder Klickpreise wackeln, wechsle nicht sofort auf ein starres Ziel. Der smarte Algorithmus schränkt das Bieten sonst zu stark ein, bevor er profitablen Traffic überhaupt identifizieren kann.

Schau dir die genaue Klick-Anleitung und die Auswertungen direkt im eingebetteten Video an.

Das Update vom 17. August 2026: Die ROAS-Falle bei vollem Budget

Seit dem Update vom 17. August 2026 greift eine gefährliche Auktionsdynamik: Ist dein Tagesbudget ausgeschöpft, optimiert Google bei hinterlegten Zielen aggressiv in Richtung des Zielwerts. Wenn Google dir einen niedrigeren ROAS empfiehlt als das, was dein Konto real erwirtschaftet (z. B. Empfehlung von 644 % bei historischen 750–800 %), führt die Annahme zum Absturz.

Einstellung / Szenario

Was Google vorschlägt

Was du wirklich tun solltest

Warum das entscheidend ist

Googles Ziel-ROAS-Empfehlung

Niedrigeren ROAS wählen (z. B. 644 % statt 800 %)

Historischen Wert halten oder ambitionierter ansetzen

Google nutzt den Spielraum aus und verbrennt Marge für billigere Conversions.

Automatische Zielanpassung

Google das Ziel-ROAS / Ziel-CPA dynamisch anpassen lassen

Strikte Deaktivierung (Manuelle Kontrolle behalten)

Das System neigt bei Budgetdeckeln dazu, Ziele sukzessive abzuwerten.

Demand Gen & Discover

Breite Ausspielung auf Gmail, YouTube & Display

Fokus auf Discover-Platzierungen, Display kritisch prüfen

Discover liefert teils 50–90 % der Conversions, während Restplatzierungen verpuffen.

Die Faustregel für Demand Gen & Discover-Platzierungen

Das Google Discover-Netzwerk liefert in Performance Max und Demand Gen überraschend starke Conversion-Zahlen für Lead-Generierung und E-Commerce. Dennoch gilt eine eiserne Bedingung:

[ Suchnetzwerk / Shopping CR ] ──► Unter 3 % CR  ──► Demand Gen / Discover pausieren (Zu teuer!)
               │
               ▼
       Über 5 % bis 8 % CR    ──► Demand Gen testen ──► Discover-Netzwerk skaliert profitabel

Banner- und Feed-Platzierungen haben naturgemäß nur ein Drittel der Conversion Rate von zielgerichteten Suchanfragen. Nur wenn deine Landingpage im Search-Bereich exzellent abschließt, bleibt die Kampagne auch im Discover-Feed profitabel.

Fazit: Eigene Margen schützen und Google nicht blind vertrauen!

Lass dir von automatischen Empfehlungen nicht deine Profitabilität diktieren. Kontrolliere deine Zielwerte manuell, halte bei Budgetgrenzen an deinen realen Margen fest und teste Discover nur mit einer absolut wetterfesten Landingpage.

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